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    Comodo Internet Security 3.8
      Getestete Version: Comodo Internet Security 3.8.65951.477

     Comodo Internet Security 3.8.65951.477

 Installation:
Die Installation und Vorkonfiguration sind wie bei anderen Produkten fließend, denn genau genommen werden die Installationsdateien in einen temporären Installationsordner entpackt, und die Installation gestartet. Sind die ersten Angaben für Installationspfad eingegeben, kann das Produkt installiert werden. Ist dies geschehen erfolgt auch eine Vorkonfiguration für die zu installieren und später zu nutzenden Komponenten.
Bei der Installation der Commodo Internet Security ist man bei der Wahl des Zielverzeichnisses ein wenig beschränkt, da die Installationsroutine an den gewählten Pfad immer "Commdo\Commodo Internet Security" anhängt.

Nun folgt ein Installations /-Konfigurations-Wizard, der eine Auswahl der zu installierenden und später zu konfigurierenden Komponenten erlaubt. Zur Auswahl stehen: Commodo Anti-Virus und Commodo Firewall. In unsererem Test haben wir uns für die Variante ohne Commodo Anti-Virus entschieden, da der Anti-Viren-Scanner von Commodo noch nicht über alle Features aktueller Viren-Scanner verfügt.

Im nächsten Schritt fragt der Installations-Wizard nach den zu installieren Firewall Komponenten, zur Auswahl stehen:
Firewall only
Firewall with Optimum Proactice Defense
Firewall with maximum Proactice Defense

Da wir alle Komponenten der Firewall nutzen und alle Einstellungsmöglichkeiten ausreizen wollen, wählen wir "Firewall with maximum Proactice Defense". Nun folgt eine Frage zur Teilnahme an der Commodo Threatcast Community, was wir in diesem Fall jedoch ablehnen. Grundsätzlich sei hier angemerkt, dass Desktop-Firewalls viele Features beinhalten können und dürfen, aber keineswegs ungesicherte Verbindungen zu unbekannten Server. Dies gilt für kostenlose wie auch kostenpflichtige Programme gleichermaßen.
Commodo SafeSurf Toolbar und das setzen der Standardsuchmaschine auf Ask.Com, wie auch das setzen der Startseite auf Commodo sollte gut überdacht sein, denn hier greifen Installations-und Änderungsroutinen die einer Sicherheitssoftware unwürdig sind.
Hier gibt es für Commodo Negativ-Punkte

Im folgendem Dialog hat der Anwender nun noch die Möglichkeit sich für einen E-Mail Newsletter einzutragen und sich die Privat Policy anzuschauen. Von Punkt zwei ist an dieser Stelle abzuraten, wenn Sie nicht ohne Firewall-Funktionalität einen Ausflug in das Internet starten wollen.

Im letzten Dialogfenster des Konfigurationsassistenten kommt noch die Frage, ob das System nun auf Malware gescannt werden soll. "Scan my System for Malware" aber bitte ... guter Zeitpunk für Koffein, Nikotion und sonstige Päuschen. Abschließend folgt wie immer nach solchen Installationen ein Neustart.

Konfiguration:
Nach dem Neustart bietet Commodo entdeckte Netzwerke zu benennen, sowie die Optionen von allen PC's innerhalb des Netzwerkes erreichbar zu sein, wie auch die Option der "nicht automatischen Erkennung" von Netzwerken. Im darauffolgendem Dialog läßt sich die Commodo Internet Security Suite auch gleich "Upgraden", um in den Genuss des erweiterten Supports und weiterer Angebote / Features zu gelangen .

Hat sich der Anwender durch alle Dialoge durchgearbeitet wird es Zeit die Konfiguration der Firewall zu kontrollieren und bei Bedarf entsprechend anzupassen. Dies ist alle Mal empfohlen, zumal die Standard Schutzeinstellungen nicht alle entgegenkommend sind.

Ganz besonders gilt es hier ein Feature welches dem Komfort dienen soll genauer unter die Lupe zu nehmen.
Im Menü unter dem Punkt "Defense", "My Trusted Software Vendors" besteht die Möglichkeit von benannten Herstellern signierte Anwendungen validieren zu lassen, womit einer automatisierten Installation dann nichts mehr im Wege steht.

VORSICHT ! ... Welche Folgen es haben kann, Signatur Prüfungen einer Firewall zu überlassen (womöglich über ungesicherte Verbindungen und zu unbekannten Servern) damit eigene oder fremde Programm-Komponenten validiert, installiert und automatisch von der Firewall als vertrauenswürdig eingestuft werden können, zeigt ein unrühmliches Beispiel von Norton Symantec.

Kurze Info zum besseren Verständnis:
Symantec Norton lieferte per Live Update einen Patch mit der Bezeichnung "PIFTS.exe" aus. Das Tool sollte laut Aussagen von Symantec Norton bestimmte Informationen zur installierten Produkt- und Betriebssystemversion sammeln und anonym zurückmelden, damit man bei Symantec einem Problem auf die Spur kommen könne. Versehentlich wurde das Tool aber nicht digital signiert, so dass Personal Firewalls diese Aktivität meldeten und nachfragten, ob der Anwender dies gestatten wolle.
So viel zu sogenannten "Vertrauenswürdigen Anbietern", deren Vorgehensweisen, super Features und dem Wert signierter Dateien.

An dieser Stelle mal ein Hinweis an Journalisten und Redaktionen, insbesondere an die Adresse der PC Fachzeitschriften. Berichte in Zeitschriften und Internet über neue Produkte und deren neue Features werden schlecht bis gar nicht recherchiert, aber von "Anwenderfreundlich" über "Super Komfortabel" bis "Sehr Sicher" hochstilisiert und als das "Non plus ultra" einer Software Kategorie angepriesen.
Gesunde Skepsis Fehlanzeige ?

Derartig oberflächlich recherchierte Informationen werden einer breiten Masse zugänglich gemacht, die nun das super Programm herunterlädt und installiert, was die eigentlichen Urheber eines solchen Hypes anscheinend nicht mehr interessiert, da diese schon mit den nächsten Oberflächlichkeiten beschäftigt sind.

Gerade im Bereich der Sicherheitssoftware könnte oberflächliche Recherche fatale Folgen haben, denn der Anwender glaubt an die öffentlichen Berichte, und geht (je nach Wissensstand) davon aus, mit dieser Software sicher(er) zu sein.

Wir konnten bisher keinen einzigen kritischen Beitrag zu Firewalls und Security Suiten ausfindig machen, der sich mit der Validierung von signierten Programm-Komponenten sachlich auseinandersetzt und auf etwaige Risiken hinweist.

In Bezug auf die Commodo Internet Security Suite und deren Feature, Programm-und Komponenten benannter Anbieter und deren signierter Updates eine Installationen zu gewähren, diese in die Kategorie der vertrauenswürdigen Anwendungen eintragen zu lassen, inklusive einer deaktivierten Protokollierung kommt einer arglistigen Täuschung des Anwenders gleich.

Das Recht auf informationelle Selbstbestimmung, Datenschutz und Sicherheit sollte unserer Meinung nach miteinander einhergehen. Das gerade Anbieter von Sicherheitssoftware die (heimliche) Installation signierter Anwendungen oder Komponenten in einer Form unterstützt die dem Missbrauch Vorschub leistet, sowie heimliche Übertragungen von Informationen direkt aus einer Sicherheitssoftware heraus zu läßt, straft die Bezeichnung Sicherheitssoftware Lügen.

Zurück zu Commodo und der Internet Security Suite. Kommen wir zu den Einstellungen unter: "Miscellaneous", "Settings" und dem Tab-Reiter "Update". Dort sollten alle drei angegebenen Optionen mit Bedacht gewählt werden. Im Zweifelsfall raten wir zur Deaktivierung aller Punkte.
Die Größe der Protokolldateien sollte erst nach Erfahrungswerten und entsprechendem Bedarf geändert werden.
Für Internetverbindungen (wahrscheinlich News, Updates, Versand von Informationen etc.) läßt sich auch noch ein Proxy-Server bestimmen.

Ressourcenbedarf:
Benötigter Festplattenspeicher 124 MB
Arbeitsspeicher bei normaler Aktivität ca. 13 MB
Für eine Internet Security Suite erstaunlich gute Werte, auch wenn wie in unserem Fall, der Anti-Viren-Scanner nicht mit installiert wurde.

Oberfläche:
Zur Oberfläche gibt es eigentlich wenig Wichtiges zu berichten, da diese überwiegend funktionell gehalten ist. Bleibt das Design welches letztlich jedoch Geschmackssache ist.

Fazit:
Viel zu viele Online-Aktivitäten über ungesicherte Verbindungen zu unbekannten Servern.
Keine Unterstützung der deutschen Sprache.
Zu viele Systemmanipulationen aufgrund von Werbung.
Protokollfunktionen zu vordefinierten Regeln bei bekannten Anwendungen wie beispielsweise Browsern deaktiviert

Diese Software kann bei entsprechender Kenntnis und Konfiguration wirklich gute Dienste leisten. Werbung und und dem Komfort zugedachte Features unter Vernachlässigung der Anwender Information und Einholung eines Einverständnisse zur Datenübermittlung bei/durch signierten Dateien, birgen jedoch auch die Gefahren von Aktivitäten die dem Bereich Spyware zugeordnet werden können.
Die Aufgaben einer Firewall sollten sich auf den passiven Schutz eines Computer-Systems beschränken, und nicht wahllos und unkontrolliert im angeschlossenem Netz zusätzlichen Traffic verursachen und herum funken. Dafür gibt es Funkgeräte und entsprechende Kommunikationsanwendungen

Den obigen Ausführungen entsprechend und der Einschränkung, das diese Software wirklich nur von Firewall Kundigen eingesetzt werden sollte, erhält die Commodo Internet Security nur eine "bedingte Empfehlung".

Auf der Internetpräsenz des Herstellers finden Sie weitere Produktdetails, eine Feature-Liste, wie auch einen Link, um sich die Commodo Internet Security herunterladen zu können.

Benötigen Sie zusätzlich eine Beratung, Hilfe bei Installation und/oder Konfiguration, unterstützt Sie die PC-Hilfe-Lahnau gern.
Zuverlässig und schnell vor Ort in:  Atzbach, Dorlar, Gießen, Lahnau, Waldgirmes, Wetzlar und Umgebung

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