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    Was bedeutet "Prämierte oder preisgekrönte Software" ?

 Die Internetseiten so mancher Hersteller, strotzen mit Begriffen wie: "Mehrfach prämierte und preisgekrönte Software". Dann folgt zumeist eine Liste von PC Zeitschriften und deren Emblems, die für den Begriff "Mehrfach Prämiert" oder "Preisgekrönt" verantwortlich zeichnen.

Nun sollte der Ottonormalverbraucher meinen, dass mehrfach prämiertes und preisgekröntes eine Art Gütesiegel erhalten hat, und somit uneingeschränkt empfehlenswert und sicher sein sollte. Aber weit gefehlt.

Prämiertes egal ob mehrfach oder nicht, besitzt wenig Aussagekraft und ist größtenteils nur Blendwerk. Aber warum ist dem so ?
Die Erklärung ist recht simpel.
Seit vielen Jahren werden Software Produkte von großen PC Zeitschriften durch Leserbefragungen, Meinungen von Journalisten, Download Statistiken und internen Tests zum Produkt des Monats und/oder des Jahres gewählt. Oftmals spielen Faktoren wie Anwenderfreundlichkeit (simple Bedienung) und komfortables Auto-Update (zumeist etwas für bequeme Menschen ohne ausgeprägten Datenschutz Sinn) die überwiegend ausschlaggebenden Rollen. Komfort kann aber auch gleichbedeutend mit begrenzten Einstellungsmöglichkeiten sein.

Dieser augenscheinliche Komfort bei dem der Anwender nur noch den "1 Click-Button" anklickt und alles geht wie von selbst, hat aber auch seinen Preis, denn der Anwender zum "stupiden Klicken" verdammt, hat nur noch wenig Einfluss und Kontrolle über die Software.
Fragt man einen auf den Update-Button klickenden Anwender wohin sich denn das Programm verbindet erntet man zumeist ein Schulterzucken oder Antworten wie "KA" (Keine Ahnung).

Solche Anwender haben anscheinend noch nicht mitbekommen, dass Kommunikation via Internet und zwischen den Anwendungen bidirektional funktioniert. Das heisst, das das Programm eine Verbindung zu einem der vielen tausend Server des Internets aufnimmt, sich dort unter Umständen und zumeist über ungesicherte Verbindungen durch Übermittlung der Anwenderdaten wie: E-Mailadresse, Name, Registrierungsnummer, Betriebssystem-Information etc. authentifiziert, woraufhin (im Normal-Fall) die Dateien für das Update auf den Client (heimischen Rechner) übertragen werden, und anschließend das eigentliche Update (Aktualisierung und Austausch von Dateien) gestartet wird.
Es soll aber auch noch Programme geben, deren Dienste bei einem Online-Update gestoppt werden, damit die Aktualisierung sofort statt finden kann.
Das dies bei Desktop-Firewalls, Anti-Viren Programmen und Anti-Spyware Programmen nicht ganz ungefährlich ist, kommt den meisten Anwendern dabei gar nicht in den Sinn.

Werden jedoch Dienste von Sicherheitssoftware wie oben beschrieben deaktiviert, damit das Update sofort ausgeführt werden kann, können andere Programme die sonst per Desktop-Firewall geblockt waren ungehindert nach Hause telefonieren, ebenfalls und unbemerkt ein Update beziehen, und im aller schlimmsten Fall könnte sich beispielsweise in dem Moment auch noch ein Schädling über den aktivierten Messenger einnisten.
Wieso so etwas möglich ist, liegt an dem Umstand, dass bei den sogenannten Online-Updates zum Teil administrative Berechtigungen benötigt werden, was ganz schnell mal übersehen wird.

Wer nun beispielsweise die Zone-Alarm Firewall Version 7 mit der Commodo Internet Security Suite 3.5 vergleicht (um mal zwei kostenlose Sicherheitsprogramme als Beispiel heranzuziehen), könnte auch Äpfel mit Birnen vergleichen. Da aber nun beide Programme prämiert sind findet manchmal eine Gleichstellung der Produkte durch den Anwender statt.
Auch halten wir es für sehr bedenklich, wenn der Anwender sich ein einzelnes Produkt zum Standard kürt, und sich über die internen Funktionsweisen nicht im klaren werden wil.

Dank Programmen wie Sandboxie, Virtual Box, VMWare, Virtual PC kann nun ein jeder Anwender nach Lust und Laune die Produkte ausprobieren, ohne Gefahr zu laufen, dass sich etwas in der Registry einnistet oder De-Installationsprobleme auftreten könnten. Wir empfehlen den Anwender sich selbst einen Überblick über die Leistungsfähigkeit und Qualität der Produkte zu verschaffen. Denn bei auftretenden Schwierigkeiten gibt es viele hilfsbereite Foren und User. Wer sich nicht selbst ein Bild der Produkte macht und immer nur auf die Werbung und Meinung anderer hört, darf sich auch nicht beschweren, wenn heraus kommt, dass man immer nur das zweit Beste Produkt oder noch schlechteres verwendet hat.

Im realen Leben gibt sich kaum jemand mit dem zweit Besten zufrieden, dieses Phänomen erlebt man bei Computer-und Internet Nutzern jedoch häufiger, auch wenn der mangelnden Betriebsfeder mit Namen "Bequemlichkeit" hier eine tragende Rolle zukommt, so findet auch eine Manipulation durch Presse und fragwürdige Auszeichnungen statt. Da braucht es kein schlechtes Gewissen wegen dem Komfort, denn so ein Online und Auto-Update wird ja allen Ortes empfohlen, warum sich also unnütz Gedanken machen ?

Freiheit, ungehinderte Kommunikation und alle Rechte für funkende Anwendungsprogramme, denn wir haben nichts zu verbergen, oder ?

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