| | Warum sollte Mann/Frau sich die Mühe machen aus den sogenannten Wiederherstellungs-CD's (Recovery-CD's) eine vollwertige
Installations-CD zu erstellen ? Die begründete Antwort: Die sogenannten Widerherstellungs-CD's überschreiben in der Regel
alle Festplatten-Partitionen, und somit alle auf der Festplatte gespeicherten Daten und Einstellungen. Damit dieses Übel
umgangen werden kann, und nur die bootbare Partition (in der Regel das Laufwerk C:\) bei einer Neu-Installation überschrieben
wird, ist so eine vollwertige Installations-CD notwendig. Zusätzlich können in der zu erstellenden Installations-CD auch
Service-Packs, Treiber und mehr integriert werden. Wir beziehen uns in diesem Beispiel auf Recovery-CD's die mit Norton Ghost erstellt worden.
Die überwiegende Zahl der Recovery-CD's bestehen aus sogenannten Images, die zumeist mit dem Programm Norton Ghost erstellt wurden.
Image-Dateien die mit Norton Ghost erstellt wurden weisen die Dateinamenserweiterungen *.GHO und *.GHS auf. Der Aufbau eines Recovery Image stellt immer die *.GHO-Datei an den Anfang, dann folgen die GHS-Dateien.
Sollte die erste Datei auf der Wiederherstellungs-CD eine Dateinamenserweiterung wie ".HDD" aufweisen, sollte diese Datei in *.GHO umbenannt werden. Um die Image-Dateien manuell extrahieren zu können wird ein Passwort benötigt, mit dem die Image-Dateien normaler Weise geschützt sind.
Diese Passwörter sind zumeist im Bootbereich der Wiederherstellungs-CD hinterlegt. Das Passwort für eine Norton-Ghost-Image-Datei kann mittels eines Hex Editor's ausgelesen werden. Dazu beispielsweise mit einem Hex-Editor wie: "WinHex" den Bootbereich der Wiederherstellungs-CD nach dem Begriff "passwort"
absuchen. Bei Acer-Notebooks der Serie Travelmate 4001 WLMi ist es oftmals es AIM1R8 (ohne Gewähr). Hat man das Passwort, können die Dateien aus dem Norton Ghost Image auf die Festplatte entpackt werden. Beispielsweise nach "d:\XPCD" Später können die Dateien aus dem ursprünglichen Ghost-Image zusätzlich geändert werden. Dazu später mehr.
Vorgehensweise:
- Hex-Editor (wie WinHex) starten, und den Bootbereich der Wiederherstellungs-CD nach der Zeichenfolge "password" absuchen. Das Passwort zumeist in GROSSBUCHSTABEN rechts nebenstehend am besten aufschreiben.
- Alle Norton Ghost Image-Dateien von den Wiederherstellungs-CD's (Recovery Disks meist sind es zwei) in ein Verzeichnis auf die Festplatte kopieren
- Mit dem Norton Ghost-Explorer die *.GHO (HDD)-Datei öffnen und das Passwort eingegeben.
- Einen neuen Ordner wie "XPCD" auf der Festplatte angelegen und das komplette I368 Verzeichnis aus dem Norton-Image in den eben erstellten Ordner entpacken.
- In den Image-Dateien nach "oembios.bin", "oembios.dat", "oembios.cat" und "oembios.sig" suchen, und diese in den i386 Ordner der Festplatte entpacken.
- Für Windows-XP Home-Versionen die Dateien "WIN51", "WIN51IC" und "WIN51IC.SP1" im Ordner d:\XPCD erstellen, und anschließend das Wort "Windows" in alle Dateien schreiben.
Für Windows-XP Professionell müssen die Dateien: "WIN51", "WIN51IP" und "WIN51IP.SP1". Wer kein Service-Pack integrieren möchte, kann bei Punkt 9 fortfahren.
- Die Netzwerkinstallationsdatei für das SP2 herunterladen.
- Das Service-Pack 2 entpacken. (Beispielsweise nach d:\SP2)
- Per Update-Tool des Service-Packs 2, das Service-Pack in die Installations-Dateien einbinden.
(In unserem Beispiel: d:\sp2\i386\update\update.exe -s:d:\xpcd)
- Jetzt benötigen wir noch ein Windows-XP Bootimage, welches nur noch zu entpacken ist.
Sollte der Link nicht mehr funktionieren, einfach mal nach "XP-Bootimage" googeln, oder mit Barts Boot Image Extractor selbt ein Bootimage erzeugen.
- Mit einem gängigen CD-Brennprogramm eine bootbare CD erstellen und die Dateien aus dem XPCD-Ordner auswählen.
Bei Angabe des Bootimages, wird jetzt das eben heruntergeladene und entpackte Boot-Image angegeben wie auch die folgenden Optionen zum CD-Brennen: Emulation: Keine Emulation Boot Nachricht: Windows XP Nummer geladener Sektoren: 4 Name der CD: (frei wählbar)
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