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    Zwangsregistrierung
       Sich dem Zwang zur Registrierung und einer Online-Kontrolle beugen, lieber verzichten, oder ...
 

Registrierungszwang, Schuld an Malware Infektionen ?
Jeder Anwender kennt das, wahrscheinlich. Man möchte ein Produkt testen, um nicht die Katze im Sack zu kaufen. Also sucht man nach einer sogenannten Demo-oder Trial-Version eines Programms. Dank Suchmaschinen ist die Suche recht unkompliziert, und der Anwender wird mit einer Vielzahl Internetseiten und Angeboten zum Produkt überschwemmt.

Ein Herunterladen des gewünschten Software-Produktes ist jedoch häufig mit vielen Hürden verbunden. Nicht selten soll sich der interessierte Anwender vorab registrieren um in den Genuss einer Testversion zu gelangen. Manchmal reicht die Bekanntgabe einer E-Mail Adresse, an die ein Link zum Herunterladen geschickt wird. Ein anderes Mal muss der interessierte Anwender und potenzielle Kunde vorab gleich einen Account mit seinen Benutzerdaten anlegen, und hin und wieder noch der Zusendung von sogenannten Newslettern (Produktinformationen) zustimmen.

Damit nun aber wirklich nicht genug, denn viele Anbieter wissen um die E-Mail Wegwerf-Adressen und falscher Angaben bei solchen Registrierungsprozeduren. Erwähnt werden sollte an dieser Stelle noch, das es bei einer solchen Registrierung auf der Seite des Herstellers zumeist notwendig ist, sicherheitsrelevante (Browser)-Funktionen zu erlauben.

  • Das setzen von Cookies muss erlaubt werden
  • Java-Script muss erlaubt werden
  • Externe aktive Inhalte müssen erlaubt werden
  • HTTPS Verbindung ist gefordert
  • PopUp-Fenster müssen zum Teil erlaubt werden
  • Und kaum zu glauben, aber Flash manchmal auch

Und da Hersteller und Anbieter eines Software-Produktes möglichst viele Daten sammeln wollen, darf man gleich der Partnerseite, einer untergeordneten oder zugeordneten Domain, die statistische Daten sammelt, die gleichen Berechtigungen einräumen.

Anwender die das oben genannte Prozedere auf sich genommen, das Software-Produkt heruntergeladen und installiert haben, sind für den ersten Moment froh, den Registrierungsstress überstanden zu haben.
Eine spätere Registrierung des Produktes soll und wird wahrscheinlich wieder Online erfolgen. Damit geht alle Anonymität die Bachgass runter. Ein gläserner Nutzer mehr in den Fängen der Software-Industrie.

Ist der Anwender nach einer Testphase nicht mit dem Produkt zufrieden und möchte dieses deinstallieren, erfolgt so manches Mal ein böses erwachen. Mit Standardmitteln lässt sich nicht jedes Produkt deinstallieren, also heißt es nun die Hersteller-Seiten erneut aufzusuchen und ein geeignetes De-Installationsprogramm herunterzuladen und zu installieren.

Selbstverständlich möchte der Hersteller gern in Erfahrung bringen, warum der Anwender das Produkt deinstalliert hat. Also kann es gut passieren, dass der Anwender die Informationen dem Hersteller freiwillig mitteilt, und/oder das zu deinstallierende Programm noch ein letztes Mal nach Hause telefoniert um die Tilgung von der Festplatte dem Hersteller mitzuteilen.

Ob dann tatsächlich alle Ordner, Programmteile und Verzeichnispfade inklusive der Einträge in der Windows-Registrierungsdatenbank und in diversen .ini-Dateien wirklich gelöscht wurden bringt erst eine genaue Systemanalyse ans Tageslicht, bei der die eine oder andere Datei auch schon mal übersehen werden kann.
Das einzigste was wir zu 100% Prozent bestätigen können, ist das der Hersteller viele Daten über den Anwender und dessen Computer-System sammeln konnte, die bei der De-Installation der Testversion nicht gelöscht wurden.

Kein Wunder das Anwender dem ein Schnippchen schlagen wollen.
Die Koalition der "Ich will alles kostenlos" Gemeinde spaltet sich unserer Meinung nach nochmals in Anwender, die wirklich "ALLES" kostenlos nutzen wollen, und diejenigen, die nicht bereit sind, irgendwelche persönliche oder betriebssystemspezifische Informationen inklusive IP-Adresse einem Hersteller (anonymen Apparat) preis geben zu wollen. Deshalb gehen solche Anwender andere Wege. Wege die den Herstellern bekannt sind, und für die die Hersteller letztlich selbst verantwortlich zeichnen.

Mögliche Wege um in den Genuss einer Vollversion eines Programms ohne Zwangsregistrierung zu kommen sind Filesharing-Netzwerke, Seiten mit Cracker Angeboten und einige Filehoster-Seiten. Wer sich auf solchen Seiten eines lizenzierten Software-Produktes bedient, macht sich nicht nur strafbar, sondern geht das Risiko ein, sich statt des einwandfreien Produktes eine Schadsoftware auf den Rechner zu holen.

Gerade Herstellern die Software der Kategorie Sicherheit anbieten, wie Anti-Virus, Anti-Spyware und Firewall-Programme tun ihren potenziellen Kunden keinen Gefallen mit ausufernden Zwangsregistrierungen, im Gegenteil.
Auch telefonieren mittlerweile derart viele Programme über die verschiedensten Kanäle nach Hause, dass Anwender gewarnt sein sollten (da sie identifizierbar sind), und Hersteller sollten betreffend ihrer Praktiken zur Informationsgewinnung mal in sich gehen und sich auch der möglichen Konsequenzen bewusst werden.

Es stellt sich die Frage, ob die Kontrolle der Anwender und ihrer Computer-Systeme durch nach Hause telefonierende Software in der heutigen Form überhaupt noch als legal betrachtet werden kann, denn Anwendungen telefonieren auch ohne die Einholung des Einverständnisses der Anwender nach Hause. Drum sollten Lizenzvereinbarungen, Programm-Features und Update-Mechanismen genauestens geprüft werden. (ansonsten droht Murphys Gesetz)

Aber Gängelung und ausspionierte Anwender sind die unzufriedenen Kunden von Morgen, und das könnte sich für so manchen Software Anbieter als Boomerang erweisen.

Der Zwang zur Registrierung um Testversionen zu erhalten ist auch uns hinderlich und ein extra Zeitaufwand. Aus diesem Grund werden nicht nur unsere Leser und Kunden auf Berichte zu aktuellen und neuen Sicherheitsprodukten der Software-Industrie verzichten müssen, sondern auch die von uns getesteten und für gut befundenen Produkte, haben einen Fürsprecher weniger. Große Software-Anbieter und Hersteller die überwiegend im Grosskundenbereich aktiv sind, wird dieser Umstand wenig berühren, doch Unternehmen die ihre Produkte hauptsächlich dem Privatanwender und Klein und Mittelständischen Unternhmen anbieten, werden umdenken müssen, wollen diese von Mundpropaganda und Software Verkäufen kleinerer Händler profitieren.

Sollten Sie weitere Informationen wünschen, nehmen Sie bitte telefonischen Kontakt unter: 06441-44 68 618 zu uns auf, oder machen von unserem Kontaktformular Gebrauch. Die PC Hilfe Lahnau nimmt dann Kontakt zu Ihnen, zu der von Ihnen gewünschten Zeit auf.


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